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Ungelesener BeitragVerfasst: Mittwoch 5. März 2014, 11:59 
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Hallo,

ich koppel die Menüpunktbeschreibung vom anderen Beitrag einmal ab und pinne es hier an. Bitte hier nur antworten, wenn weitere Erklärungen nötig sind oder Fehler festgestellt werden. Weiterführende Diskussionen bitte in einem neuen Beitrag "verarzten".



Kurzbeschreibung der einstellbaren Menüpunkte der Deus-Fernbedienung:

- Diskriminator:

legt die Leitwertschwelle fest, unter welcher die Lautstärke der durch die Objekte erzeugten Töne abgesekt werden kann (über den Menüpunkt "Eisenlautstärke"). Das heißt: Disk 10 = alle Objekte zwischen Leitwert 0 und 10 können leiser dargestellt werden. Mit Eisenlautstärke 0 sind sie nicht zu hören, ähnlich wie beim Notch, mit Lautstärke 5 sind sie so laut wie im Bereich der anderen Töne 2-4.

- Sensivity

bestimmt die Empfindlichkeit des Empfängers des Detektors. Zwischen 85 und 93 ist der übliche Bereich, da hat es auf die Tiefe auch keinen kriegsentscheidenden Einfluß. Bei zuviel des Guten läuft er unruhig. Auch bei elektrischen Störfeldern empfiehlt es sich, den Wert abzusenken

- Sendeleistung

bestimmt die Ausgangsleistung des Senders des Detektors. Bewirkt bei 3 etwas lautere Signale bei sehr tiefen Objekten, wirkt sich aber kaum auf die Tiefenleistung an sich aus. Relativ schnelle Entladung der Spule bei Stellung 3. Stellung 1 oft besser geeignet bei stark verschrotteten oder mineralisierten Arealen.

- Frequenz

Die Arbeitsfrequenz der Spule. Grundfrequenz vom Deus sind 4 KHz, die anderen Frequenzen werden künstlich erzeugt. Prinzipiell kann man sagen, schon bei einer 25mm Silbermünze und noch größeren Objekten kommt man mit der tiefen Frequenz auch Tiefer in die Erde.
Kleinmünzen wiederum werden mit höherer Frequenz besser geortet. Am störunempfindlichsten sind die 18KHz. Ist immer ein Kompromiss...
Wichtig: jeder Deus funkt auf einer etwas abweichenden Frequenz, abhängig von der jeweiligen Spule. Die tatsächliche Frequenz wird gemessen und angezeigt. Stören sich zwei Deus, muß ausprobiert werden, welche Frequenzweicheneinstellung hier günstig ist. Das ist von Deus zu Deus unterschiedlich!

- ID Fix (Leitwertfixierung), erreichbar über --> CONFIG --> PROFILE --> ID FIX --> JA/NEIN

Ermöglicht es, daß ein gleiches Objekt bei allen Frequenzen stets den gleichen Leitwert erzeugt. Steht ID FIX auf JA, entsprechen alle angezeigten Leitwerte dem 18 KHz Niveau.
Nachteil: bei 18 KHz sind die Leitwerte sehr dicht zusammen. Eine akustische Trennung ist so schwieriger, weil wenig Raum für die Tonschwellen bleibt und häufig Mischtöne erzeugt werden.

- Eisenlautstärke

bestimmt die Lautstärke des ersten, vom Diskriminator (siehe dort) erfassten Ton.

- Reaktionsgeschwindigkeit

bewirkt, daß die Signalauswertung mit zunehmender Erhöhung schneller erfolgt. Heißt aber auch, die Signale werden zunehmend immer kürzer und abgehackter, aber dadurch ist es u.U. einfacher, dicht beieinanderliegende Objekte zu trennen und einzeln anzuzeigen.
Ab Stellung 3 verliert man zusätzlich deutlich an Tiefe, wenn auch der Maskierungseffekt geringer wird.
Heißt: ist der Boden sauber und der Maskierungseffekt nicht das Problem, runter mit der Reaktion! Längere, rundere Signale und mehr Tiefe sind die Folge.
Achtung: nach Veränderung der Reaktion muß auch der Bodenfilter immer neu eingestellt werden, er verstellt sich automatisch.
Auch wichtig zu wissen: durch Anhebung werden auch die Hintergrundgeräusche schneller und nerviger!

- Bodenfilter

in meinen Augen ein abgestuft verstellbarer Diskriminator. Verbessert die Eisenerkennung mit Stellung 4 deutlich, frißt aber ganz erheblich Tiefe ab 3. Daher nutze ich meistens -1 bis 1.

- Audioresponse:

Ein Booster, der alle Signale von der Lautstärke her anhebt. Das betrifft erwünschte Signale, wie tiefliegende Objekte, aber auch Hintergrundfehlsignale.
Daher wähle ich den Wert nicht zu hoch, maximal 4. Sonst läßt die Konzentration schnell nach durch das laute Gezwitscher im Hintergrund.
Stellung 5 & 6 kann sinnvoll sein, wenn punkturell eine Stelle bereinigt wird, die schon abgesucht ist; z.B. um tiefere Einzelmünzen noch zu erfassen.
In Stellung 6 ist es kaum möglich herauszuhören, ob eine Münze oberflächennah oder in 20cm Tiefe liegt, da sich die Lautstärke nicht ändert.

- Audiosättigung:

bestimmt wie laut ein sehr oberflächennahes Objekt dargestellt wird. Auf Stellung 2 übersteuert der Deus, wenn ein Blech direkt unter dem Laub liegt. Hat Vorteile: man zerhackt nicht versehentlich ein größeres, aber oberflächennahes Objekt, z.B. weggeworfene Erkennungsmarken.

- Notch

Ermöglicht das Ausblenden unerwünschter Leitwertbereiche bei wiederkehrenden Objekten, die man nicht bergen will. Anders als beim Disk, ist der Notchbereich komplett tonlos und nicht über Eisenlautstärke regelbar. Daher mit Vorsicht zu genießen, da auch erwünschte Objekte so komplett ausgeblendet werden können.

- GB Meßwert

Schlägt sozusagen vor, welcher Phasenverschiebungswinkel zwischen Sende- und Empfangsspule theoretisch am günstigsten ist für eine empfindliche Objekterfassung.
Eine etwas tiefere Einstellung als der Meßwert erhöht zwar die Empfindlichkeit noch weiter, bewirkt aber auch, daß die Spule zunehmend erschütterungsempfindlich wird und irgendwann der Boden selbst angezeigt wird.

- GB Notch

unterdrückt bodenabhängige und spulenabhängige Fehlsignale. Zuviel des Guten bewirkt das die Töne nicht sauber dargestellt werden. Eine dosierte Einstellung ermöglicht aber, tiefe GB Einstellungen auch bei nicht so guten Spulen zu nutzen, die von Haus aus erschütterungsempfindlicher sind, was bei XP leider oft der Fall ist.



Hier ein Überblick, wie sich die Veränderung der einzelnen Parameter beim Ingotest auswirkt. Je nach Boden können die Auswirkungen natürlich durchaus schwanken! :

download/file.php?id=365&mode=view/image.jpg

_________________
Mensch - so ein schöner Wald! Wieso liegt hier nix?


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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 24. März 2014, 19:57 
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Troll, bitte nicht füttern!!!

Registriert: Montag 23. Dezember 2013, 16:03
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Super Sache, danke Adebar!!


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